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04.03.2022

AKW-Sicherheit in der Ukraine: Standort Saporischschja

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AKW-Sicherheit in der Ukraine: Forschungszentrum in Kharkiv

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Nach dem russischen Beschuss des Atomkraftwerks Saporischschja im Südosten der Ukraine am 4. März 2022 beobachten das BMUV und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die Lage in der Ukraine.

AKW Saporischschja

Aktualisierungsdatum: 05.03.2022 13:00 Uhr

Nach dem russischen Beschuss des Atomkraftwerks Saporischschja im Südosten der Ukraine am 4. März 2022 beobachten das BMUV und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die Lage in der Ukraine und insbesondere rund um das Kernkraftwerk und informieren über relevante Entwicklungen.

Alle radiologischen Messwerte bewegen sich weiterhin im normalen Bereich. Radiologische Auswirkungen auf Deutschland sind nach dem Stand der verfügbaren Informationen nicht zu befürchten.

Deutschland verfügt seit vielen Jahren über Instrumente zur Bewertung einer radiologischen Lage, beispielsweise das Integrierte Mess- und Informationssystem IMIS, das beim BfS betrieben wird. Sollte das BMUV Hinweise haben, dass sich ein radiologischer Notfall mit erheblichen Auswirkungen in der Ukraine ereignet, würde das radiologische Lagezentrum des Bundes im BMUV die Lage bewerten, die Öffentlichkeit informieren und, soweit erforderlich, Verhaltensempfehlungen geben.

Von einer selbständigen Einnahme von Jodtabletten in Deutschland wird dringend abgeraten. Eine Selbstmedikation birgt erhebliche gesundheitliche Risiken, hat aktuell aber keinerlei Nutzen. Derzeit gibt es keinen Anlass für die Einnahme von Jodtabletten. Weitere Informationen hierzu bieten sowohl das Bundesamt für Strahlenschutz auf seiner Webseite zur "Situation in der Ukraine" an als auch das BMUV auf der Webseite jodblockade.de. Beide Webseiten werden bei relevanten Entwicklungen im Zusammenhang mit der Lage in der Ukraine aktualisiert.

Weitere englischsprachige Informationen und Stellungnahmen zur Lage der ukrainischen AKW sind auch auf der Internetseite der Internationalen Atomenergiebehörde (International Atomic Energy Agency – IAEA) sowie der European Nuclear Safety Regulators Group (ENSREG, Gruppe der atomrechtlichen Aufsichtsbehörden in den EU-Mitgliedstaaten) zu finden.

04.03.2022 | Meldung Nukleare Sicherheit | Berlin