Stickstoffoxide

Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) werden aus dem Verkehr, Kraftwerken, Industrieanlagen und Gebäudeheizungen emittiert. Die Emissionen aus diesen Quellen konnten durch Verbesserungen der Verbrennungsprozesse, Katalysatoren und Einführung der Rauchgasreinigung stark reduziert werden. NOX ist der allgemeine Sammelbegriff für diverse gasförmige Verbindungen, die sich aus den Atomen Sauerstoff (O) und Stickstoff (N) zusammensetzen. In der Außenluft sind NOX an der Bildung von Feinstaub und bodennahem Ozon beteiligt. Hohe NO2-Konzentrationen in Innenstädten sind vor allem bedingt durch die Emissionen des Straßenverkehrs, im Wesentlichen von Dieselfahrzeugen.

NO2 ist in geringen Konzentrationen kaum wahrnehmbar. Es führt unter anderem kurzfristig zu Reizungen der Atemwege. Langandauernde Exposition kann zu Beeinträchtigung der Lungenfunktion und zu chronischen Herz-Kreislauferkrankungen führen.

Seit 2010 sind EU-weit Grenzwerte für NO2, für das Jahresmittel und das Stundemittel einzuhalten. Festgelegt wurden die Grenzwerte bereits 1999 in der Richtlinie über Grenzwerte für Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Stickstoffoxide, Partikel und Blei in der Luft. Die entsprechenden, unveränderten Grenzwerte der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für Europa (Luftqualitätsrichtlinie) werden national durch die Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen umgesetzt. Aufgrund anhaltender Überschreitungen des Jahresmittelgrenzwertes an verkehrsnahen Messstellen in Innenstädten haben Bund und Länder umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um die NO2 Belastung zu reduzieren. Auf Bundesebene sind hier insbesondere das "Nationale Forum Diesel", das "Sofortprogramm Saubere Luft" und das "Konzept für saubere Luft und die Sicherung der individuellen Mobilität in unseren Städten" zu nennen. Die Anzahl der von Grenzüberschreitungen betroffenen Städte konnte nach vorläufiger Auswertung auf 2 im Jahr 2023 reduziert werden. Bei Beibehaltung der ergriffenen Maßnahmen ist in den kommenden Jahren weiterhin von einer positiven Entwicklung auszugehen. Wesentlich dabei ist die Erneuerung der Fahrzeugflotte mit Fahrzeugen, die auch im realen Betrieb niedrige Stickstoffoxidemissionen aufweisen.   

Stand: 26.07.2024

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