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03.01.2023

Januar 2023: Schon gewusst, dass bei Mehrweg bald noch mehr geht?

Durch Einwegprodukte entstehen große Mengen vermeidbaren Mülls. Die neue Mehrwegangebotspflicht für Speisen und Getränke zum Mitnehmen soll das ändern und Verbraucher beim umweltbewussten Einkauf unterstützen.

Durch Einwegprodukte entstehen große Mengen vermeidbaren Mülls. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist es jedoch nicht immer einfach, ihr Konsumverhalten anzupassen, wenn keine Mehrwegalternativen angeboten werden. Die neue Mehrwegangebotspflicht für Speisen und Getränke zum Mitnehmen soll das ändern und Verbraucherinnen und Verbraucher beim umweltbewussten Einkauf unterstützen.

Ob als morgendlicher Muntermacher und zelebrierter Genussmoment: Der Kaffee to go ist für viele Verbaucherinnen und Verbraucher aus dem Alltag einfach nicht mehr wegzudenken. Auch der Außer-Haus Verzehr von Speisen in Einwegverpackungen nimmt stetig zu – sei es durch die gesteigerte Nachfrage nach Lieferdiensten oder das Mittagessen vom Imbiss an der Ecke in der Mittagspause. Dabei entstehen jedoch große Mengen an Müll, die gerade auf öffentlichen Plätzen kostenaufwendig entsorgt werden müssen. Der Komfort von Lebensmitteln to go ist aber auch auf umweltschonende und nachhaltige Weise genießbar – durch die Verwendung von Mehrwegverpackungen anstelle von Bechern oder Behältern, die nach einmaliger Verwendung im Müll landen.

Oft fehlt es aber ganz einfach am Angebot von Mehrwegverpackungen. Um diese nachhaltigen Alternativen einfacher erhältlich zu machen, gilt seit Beginn des neuen Jahres eine Mehrwegangebotspflicht für alle, die Essen für unterwegs anbieten. Deswegen muss neben jedem Einwegbehältnis aus Kunststoff, das "to go" angeboten wird, und jedem Einwegbecher auch eine Mehrwegalternative angeboten werden. Mehrwegvarianten dürfen dabei nicht teurer sein als das Produkt in der Einwegverpackung. Die Mehrwegprodukte dürfen gegen ein Pfand ausgegeben werden. So lässt sich der Komfort von to go-Produkten ganz einfach in den Alltag integrieren.

Das Umweltzeichen Blauer Engel zertifiziert schon länger "ressourcenschonende Mehrwegbechersysteme to-go für Getränke und Lebensmittel" (DE-UZ 210). Ziel ist es, Einwegbehältnisse zu reduzieren und umweltverträgliche Mehrwegsysteme zu stärken. Die Kriterien beinhalten sowohl Anforderungen an die Behältnisse selbst als auch an die Anbieter. So müssen bei der Herstellung der Mehrwegbehältnisse und -deckel beispielsweise umwelt- und gesundheitsbelastende Materialien vermieden werden. Außerdem müssen die Behältnisse eine Lebensdauer von mindestens 500 Spülzyklen, die Deckel von 100 Spülzyklen aufweisen, am Ende ihrer Lebensdauer zurückgenommen und einer werkstofflichen Verwertung zugeführt werden. Ökobilanzielle Rechnungen zeigen, dass die Umlaufzahl eines Bechers, das heißt die Häufigkeit seiner tatsächlichen Wiederverwendung, ein wichtiges Kriterium zur Umweltentlastung darstellt. Weiterhin muss ein Pfand auf Becher und Deckel gefordert werden.

Vorteile für die Umwelt von ressourcenschonenden Mehrwegsystemen to go für Lebensmittel und Getränke (DE-UZ 210)

  • abfallvermeidend
  • ressourcenschonend

Aber nicht nur beim Kaffee, Tee oder Essen auf die Hand macht es Sinn, über nachhaltige Alternativen nachzudenken. Generell sollte beim Einkauf, wo es geht, zu Mehrwegverpacktem gegriffen werden. Dafür zertifiziert der Blaue Engel auch Mehrwegflaschen und -gläser. Für die Zertifizierung mit dem Umweltzeichen spielt aber nicht nur der Aspekt der Wiederverwendbarkeit eine Rolle. Dank der Angabe des regionalen Abfüllorts, können Verbraucherinnen und Verbraucher auch die Länge der Transportwege transparent einsehen. Vorteile für die Umwelt umweltschonenden Mehrwegflaschen und -gläser (DE-UZ 2)

  • Angabe des regionalen Abfüllorts
  • Mehrweg
03.01.2023 | Meldung Schon gewusst...?