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05.07.2022

Weniger CO2 und Luftschadstoffe bei der Zementproduktion

Um die bei der Zementherstellung entstehenden Emissionen deutlich zu reduzieren, planen die Zement- und Kalkwerke Otterbein in Großenlüder-Müs die Errichtung einer innovativen Anlage zur Abgasreinigung.

Bundesumweltministerium fördert innovativen Prozess zur Abgasreinigung bei der Zementherstellung

Um die bei der Zementherstellung entstehenden Emissionen deutlich zu reduzieren, planen die Zement- und Kalkwerke (ZKW) Otterbein im osthessischen Großenlüder-Müs die Errichtung einer innovativen Anlage zur Abgasreinigung. Hierzu wird ein Heißgasfilter mit einem Katalysator in einer Funktionseinheit kombiniert (HGF-SCR).  Das Bundesumweltministerium unterstützt die ZKW Otterbein für das innovative Verfahren mit rund 1,7 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.

Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Bettina Hoffmann: "Luftschadstoffe und gleichzeitig CO2 in der Zementindustrie einzusparen, ist ein besonderes Anliegen des Bundesumweltministeriums. Deshalb fördern wir im Umweltinnovationsprogramm gezielt Vorhaben wie das innovative und hocheffiziente Verfahren zur Abgasreinigung der ZKW Otterbein, die das Potential für umweltfreundliche Zukunftstechnologien haben."

Die Zementindustrie zählt zu den größten industriellen Emittenten von Luftschadstoffen und CO2 in Deutschland. Der bislang übliche Stand der Technik zur Abgasreinigung weist begrenzte Potentiale für einen weiteren umweltverträglichen Umbau der Zementindustrie auf.

Dank des neu entwickelten Abgasreinigungsverfahrens können die Emissionen von Luftschadstoffen bei der Zementproduktion deutlich unter die geltenden Grenzwerte gesenkt werden. Im Vergleich zu anderen innovativen Technologien der Abgasreinigung der Zementindustrie ist das Verfahren technisch robuster und energieeffizienter.

Bei erfolgreichem Projektverlauf hat das Verfahren Modellcharakter auch für die Glas- und Keramikindustrie.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

05.07.2022 | Pressemitteilung Nr. 090/22 | Wirtschaft