Internationale Konferenz zum Abschluss des NanoDialogs der Bundesregierung

22.06.2023
Ein Nanoteilchen im Gewebe
Wie können die Chancen von Nanomaterialien optimal genutzt und mögliche Risiken für Umwelt und Gesundheit minimiert werden? Diese Frage steht im Zentrum der internationalen Konferenz zum NanoDialog.

Bei der internationalen Konferenz "How the world deals with materials at the nano scale" diskutieren 200 internationale Teilnehmende aus Unternehmen, Behörden, Umwelt- und Verbraucherverbänden sowie der Wissenschaft am 22. und 23. Juni 2023 in Berlin, wie die Chancen von Nanomaterialien optimal genutzt und mögliche Risiken für Umwelt und Gesundheit minimiert werden können. Die Konferenz bildet den Abschluss des NanoDialogs der Bundesregierung, den das Bundesumweltministerium als Stakeholder-Dialog zu Chancen und Risiken von Nanotechnologien vor 16 Jahren initiiert hatte. Die Konferenz findet in Kooperation mit der OECD statt.

Staatssekretärin Dr. Christiane Rohleder: "Die Chancen und die Risiken der Technologien stets parallel zu behandeln, war ein wesentlicher Erfolgsfaktor des NanoDialogs. Dieses Konzept hat zu einer ausgewogenen Diskussion und einem konstruktiven Umgang zwischen den Stakeholdern geführt. Dieser Erfolg zeigte sich auch in konkreten Ergebnissen. Die Regulierung von Nanomaterialien unter der REACH-Verordnung wurde nicht zuletzt durch die NanoKommission initiiert."

Die NanoKommission hatte der Bundesregierung im Jahr 2011 empfohlen, sich dafür einzusetzen, die Europäische Chemikalienverordnung REACH an Nanomaterialien anzupassen. Dafür setzte sich Deutschland auf Europäischer Ebene mit Erfolg ein: Seit 2020 müssen nun auch für Nanomaterialien Informationen unter REACH vorgelegt werden.

Vertreterinnen und Vertreter aus allen Stakeholdergruppen stellen die verschiedenen Themen und Facetten des NanoDialogs vor. Zu den von ihnen benannten Erfolgsfaktoren des NanoDialogs gehören unter anderem die interdisziplinäre Zusammensetzung der Teilnehmerschaft, der geschützte und feste Rahmen für die Diskussion und eine neutrale Moderation.

Beispiele für Gesetze zum verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien aus der EU, den USA, Indien, Kanada und Malaysia illustrieren die Vielfalt der Regulierungsansätze für Nanomaterialien weltweit. Die Bedeutung der Standardisierung von Testmethoden für die Risikobewertung wird ebenso diskutiert, wie die Möglichkeit durch nicht-regulative Instrumente, etwa Umsetzungsleitfäden oder nationale Strategien, zum sicheren Umgang mit Nanomaterialien beizutragen. Am Ende der Konferenz werden konkrete Anwendungen von Nanomaterialien in Verbraucherprodukten, zur Reinigung von Abwasser und in der Medizin vorgestellt.

Die internationale Konferenz gibt Stakeholdern aller Weltregionen die Möglichkeit, sich über den NanoDialog der Bundesregierung zu informieren, über den verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien zu diskutieren und sich über den Stand innovativer Anwendungen auszutauschen.

Staatssekretärin Dr. Rohleder: "Ganz im Sinne des NanoDialogs bleiben wir weiter im Austausch. Denn nur gemeinsam können wir die Ziele im Umwelt- und Gesundheitsschutz erreichen und einen verlässlichen Rahmen für sichere Innovationen schaffen."

22.06.2023 | Pressemitteilung Nr. 102/23 | Nanotechnologie
https://www.bmuv.de/PM10656
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