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12.09.2022

Erste "Woche der Klimaanpassung" startet bundesweit mit über 200 Veranstaltungen

Mit der Aktionswoche gibt das BMUV den vielfältigen Akteuren der Klimaanpassung in ganz Deutschland eine neue Plattform.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat heute den Startschuss für die erste bundesweite "Woche der Klimaanpassung" gegeben. Mit der Aktionswoche gibt das BMUV den vielfältigen Akteuren der Klimaanpassung in ganz Deutschland eine neue Plattform. Vor allem Kommunen nutzen die Gelegenheit, um ihre vielseitigen Ideen und innovativen Projekte der Öffentlichkeit zu präsentieren. Weit mehr als die Hälfte der über 200 Veranstaltungen stammt von Städten, Landkreisen oder kommunalen Einrichtungen und Unternehmen. Darüber hinaus beteiligen sich viele Institutionen und Organisationen auf Bundes- und Landesebene. Die Aktionswoche wird vom Bundesumweltministerium ausgerichtet und vom Zentrum KlimaAnpassung organisiert.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: "Die Klimakrise ist eine sehr konkrete Bedrohung für immer mehr Menschen in Deutschland. Das zeigt uns dieser Sommer überdeutlich: Hitzewellen heizen unsere Städte auf und machen insbesondere Kindern, Älteren und Menschen mit Krankheiten zu schaffen. Die andauernde Trockenheit schwächt die Wälder, befördert Waldbrände und senkt die Pegelstände der Flüsse erheblich. Die Antwort darauf heißt in erster Linie Klimaschutz, aber auch Klimaanpassung und Risikovorsorge. Vor allem Kommunen sind gefragt, wirksame Maßnahmen für die jeweiligen Herausforderungen vor Ort zu finden. Zahlreiche Städte und Landkreise sind hier schon aktiv und zeigen in der ‚Woche der Klimaanpassung‘ wie innovativ und wirksam Klimaanpassung sein kann. Sie ist auch eine ‚Woche der Wertschätzung' für diejenigen, die sich schon seit langem für das Thema Klimaanpassung einsetzen. Der Bund unterstützt Städte und Gemeinden bei ihrer Klimaanpassung seit diesem Jahr zusätzlich mit dem Sofortprogramm Klimaanpassung."

Jens Hasse, Leiter des Zentrum KlimaAnpassung: "Starkregen, Hochwasser, extreme Hitzeperioden und langanhaltende Dürren, alle Menschen in Deutschland spüren schon heute unmittelbar ihre Folgen. Die Klimakrise ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auch die Klimaanpassung muss in der Mitte der Gesellschaft ankommen. Mit der ‚Woche der Klimaanpassung‘ wollen wir Aufmerksamkeit schaffen und zeigen, welche große Bedeutung Klimaanpassung für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes hat, welches Engagement es bereits gibt und wie sich die Klimaanpassung in die Fläche ausbreitet."

Grußwort von Steffi Lemke zur Woche der Klimaanpassung

Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat heute die "Woche der Klimaanpassung" mit einer Videobotschaft eröffnet. Unter dem Motto: "Gemeinsam für Klimaanpassung!" stellt sich eine Vielzahl von Akteuren auf allen Ebenen mit ihrem Engagement und ihren Aktionen zur Klimaanpassung vor. So können die Menschen in Deutschland an mehr als 200 Vorträgen, Weiterbildungen, Ausstellungen, thematischen Stadtführungen, Wochenmarkt- und Kinderaktionen teilnehmen und erleben, wie vielfältig und innovativ Klimaanpassung in Deutschland sein kann. Neben Formaten der Wissensvermittlung zeigen die Partnerinnen und Partner auch konkrete Anpassungsmaßnahmen in Kommunen und sozialen Einrichtungen. Den feierlichen Abschluss bildet am 16. September 2022 die Verleihung des Bundespreises "Blauer Kompass" an besonders innovative Projekte der Klimaanpassung. Bundesumweltministerin Steffi Lemke und UBA-Präsident Dirk Messner werden die Preise im Bundesumweltministerium in Berlin überreichen.

Die "Woche der Klimaanpassung" ist Bestandteil des Sofortprogramms Klimaanpassung, das Bundesumweltministerin Steffi Lemke Ende März vorgestellt hat. Mit diesem Sofortprogramm hat Bundesumweltministerin Steffi Lemke im März 2022 eine Beratungs- und Kompetenzoffensive für die Kommunen gestartet. Ziel ist es, die Umsetzung von Maßnahmen zur Vorsorge und Anpassung an die Klimakrise voranzubringen. Teil des Sofortprogramms ist auch die novellierte Förderrichtlinie des BMUV-Programms "Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels". Damit fördert das BMUV erstmals den Einstieg in das kommunale Klimaanpassungsmanagement. Ziel des Förderprogramms ist es, die in der jeweiligen Kommune notwendigen Anpassungsprozesse an die Klimakrise möglichst frühzeitig, systematisch und integriert in Übereinstimmung mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung anzugehen. Jede Kommune soll die Klimaanpassung umsetzen können, die vor Ort zu ihr passt. Im ersten Förderfenster haben bereits rund 130 Kommunen einen Förderantrag gestellt.

Zentrum KlimaAnpassung

Auf einer eigens erstellten Website für die "Woche der Klimaanpassung" wird das vielfältige Wissen um die Bedeutung und Möglichkeiten der Klimaanpassung dargestellt. Alle Veranstaltungen und Aktionen sind in einem Veranstaltungskalender und auf einer Deutschlandkarte zu finden. Darüber hinaus präsentieren Filme und Steckbriefe das Berufsfeld der Klimaanpassungsmanagerinnen/-manager. Dazu hat das ZKA diese engagierten Managerinnen/Manager in ganz Deutschland besucht. Auch "Gute Beispiele"der Klimaanpassung werden exemplarisch für die vielen Maßnahmen in Deutschland dargestellt.

Das ZKA selbst bietet in der Woche der KlimaAnpassung ebenfalls verschiedene Veranstaltungen an. Wie zum Beispiel ausführliche Beratungen über die ZKA-Hotline (030/ 39001 201), ein ZKA-Spotlight mit dem Thema "Klimakommunikation: Fokus Hitzekampagne" oder auch ein ZKA-Spezial "Klimaanpassung mithilfe von Bebauungsplänen umsetzen – Einblicke in die Praxis". Zudem wird das Thema Klimaanpassung auch im neuen ZKA-Podcast erstmals beleuchtet und diskutiert. "Angepasst?! – Der Podcast des Zentrum Klimaanpassung" richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit wie Kommunalverantwortliche im Bereich Klimaanpassung, aber auch an Bürgerinnen und Bürger, die sich zu Themen wie Verbraucherschutz und Eigenvorsorge informieren möchten. Des Weiteren startet das ZKA im Vorfeld der Woche der KlimaAnpassung mit seinen eigenen neuen Social Media Kanälen Twitter und Linkedin.

12.09.2022 | Pressemitteilung Nr. 121/22 | Klimaanpassung
Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Zentrum KlimaAnpassung