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16.02.2022

BMUV-Förderprogramm für nachhaltigen Strukturwandel in Braunkohlegebieten geht in die 2. Runde

Mit 100 Millionen Euro aus dem KoMoNa-Programm unterstützt das BMUV die Strukturwandelpolitik in den Braunkohlegebieten. Das Förderprogramm richtet sich an Kommunen, die vom Kohleausstieg betroffen sind.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) unterstützt mit dem Förderprogramm "Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ (KoMoNa) die nachhaltige Strukturwandelpolitik in Braunkohlegebieten und stellt insgesamt 100 Millionen Euro als Fördermittel für Kommunen und andere lokale Akteure zur Verfügung.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: "Der Strukturwandel stellt insbesondere die Braunkohlereviere vor große Herausforderungen. Die Politik ist gefordert, hierfür Lösungen zu finden. Mit dem Förderprogramm KoMoNa unterstützen wir Kommunen und die Menschen vor Ort dabei, diesen Wandel auf einen nachhaltigen, ökologischen und damit zukunftsfähigen Weg zu bringen und neue Chancen zu schaffen. Damit wollen wir gemeinsam die Lebensqualität und Attraktivität in den Regionen sichern und weiterentwickeln. Die große Resonanz auf den ersten Förderaufruf hat gezeigt, dass dies ein erfolgreicher Ansatz ist."

Das Förderprogramm KoMoNa richtet sich an Kommunen und andere kommunale Akteurinnen und Akteure aus Regionen, die vom Kohleausstieg betroffen sind. Zu den ausgewählten Gebieten gehören das Lausitzer, das Mitteldeutsche und das Rheinische Revier. Die Reviere werden in ihrem Bestreben gestärkt, zu Pilotregionen zu werden, die auf vorbildliche Weise zu einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung beitragen.

KoMoNa fördert schwerpunktmäßig investive Maßnahmen wie beispielsweise die naturnahe Gestaltung von Flächen und Gewässern sowie die Entsiegelung von Flächen oder die Wiederherstellung der natürlichen Bodenfunktionen. Auch Projektideen im Sinne eines nachhaltigen Tourismus oder für mehr Umweltgerechtigkeit in Quartieren und Stadtteilen werden durch das Förderprogramm unterstützt. Neben investiven Projektideen fördert das BMUV auch konzeptionelle Maßnahmen, die dazu beitragen, die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) umzusetzen. Hierzu gehören etwa kommunale Nachhaltigkeitskonzepte, Personalstellen für ein kommunales Nachhaltigkeitsmanagement, Projektideen zur Vernetzung und solche, die das bürgerschaftliche Engagement stärken. Des Weiteren können außerschulische Bildungs- und Kulturprojekte mit Fokus auf der Stärkung des Bewusstseins und Engagements von Jugendlichen ("Empowerment"), im Bereich Bürgerwissenschaft (Citizen Science) oder nachhaltigkeitsbezogene Wettbewerbe und Kampagnen gefördert werden.

Kommunen, kommunale Zusammenschlüsse, Vereine, Stiftungen, Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und andere Akteurinnen und Akteure aus den drei Revieren können sich bis zum 15. Mai 2022 mit ihren Projektskizzen für die 2. Förderrunde bewerben. Ausgewählte vielversprechende Projektansätze werden dann im zweiten Schritt im Herbst 2022 zur Antragstellung aufgefordert. Der Start der bewilligten Projekte ist ab dem zweiten Quartal 2023 geplant. Über das Förderprogramm KoMoNa und die Ausarbeitung der Projektskizzen wird in zwei digitalen Informationsveranstaltungen am 22. Februar und am 1. März 2022 informiert. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Projektträgerin Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG), die mit der Orientierungsberatung und Betreuung von KoMoNa beauftragt ist.

Das Bundesumweltministerium unterstützt bereits seit 2019 kommunale Projekte in Strukturwandelregionen bei dem Einstieg in einen langfristig umweltverträglichen Entwicklungspfad im Sinne der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS). KoMoNa ist in dem im Juli 2020 verabschiedeten Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen verankert, das insgesamt eine Unterstützung in Höhe von 40 Milliarden Euro vorsieht. Im ersten Förderaufruf im Jahr 2021 wurden 69 Modellvorhaben ausgewählt. Diese werden aktuell mit einer Fördersumme von insgesamt rund 42 Millionen Euro vom BMUV bewilligt.

16.02.2022 | Pressemitteilung Nr. 016/22 | Nachhaltigkeit