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03.01.2022

Neues Nasslager in La Hague für abgebrannte Brennelemente geplant

In Frankreich finden öffentliche Beratungen über die Errichtung eines weiteren Nasslagers auf dem Gelände der Wiederaufarbeitungsanlage im französischen La Hague statt.

Angesichts der in Frankreich wachsenden Menge an abgebrannten Brennelementen begannen öffentliche Beratungen über die Errichtung eines weiteren Nasslagers auf dem Gelände der Wiederaufarbeitungsanlage im französischen La Hague. Konkret geht es bei dem Projekt um den Bau eines zweiten Beckens zur Lagerung von bestrahlten Brennelementen. Projektträger ist die Électricité de France SA (EDF), eine börsennotierte, mehrheitlich staatliche französische Elektrizitätsgesellschaft.

Vom 22. November 2021 bis zum 18. Februar 2022 können sich Bürger online und bei Veranstaltungen in der Region informieren sowie ihre Meinung zu dem Projekt äußern. Es handelt sich dabei um ein eigenständiges Beteiligungsverfahren, genannt "Concertation". Eine Beteiligung ist durch jede interessierte Person möglich.

Weitergehende Angaben zum Projekt sowie nähere Informationen zur Öffentlichkeitsbeteiligung finden Sie in den unten angegebenen Links. Einen Teil der Informationen, insbesondere eine Projektdarstellung, stellt EDF auf einer unten verlinkten Internetseite auch in englischer Sprache zur Verfügung.

Hintergrund:

Pro Jahr fallen in den französischen Anlagen zwischen 1.000 und 1.150 Tonnen abgebrannte Brennelemente an. Bisher befindet sich an dem Standort in La Hague bereits ein Becken mit einer Kapazität von knapp 10.000 Tonnen. Diese Kapazitäten werden zeitnah ausgeschöpft sein.

Das neue Becken soll Platz für 13.000 abgebrannte Brennelemente haben und circa 1,25 Milliarden Euro kosten. Es soll auf einem fünfzehn Hektar großen Grundstück an der Westseite des Geländes, auf dem sich die Wideraufarbeitungsanlage La Hague befindet, entstehen. Laut EDF könne es von 2034 an genutzt werden.

Hinweis:

Die vorliegende Veröffentlichung von Informationen zu diesem Verfahren erfolgt ohne Anerkennung einer Rechtspflicht.

03.01.2022 | Meldung Umweltprüfungen UVP/SUP