Sachverständigenrat für Umweltfragen

Der bereits 1972 eingerichtete und in seiner Tätigkeit unabhängige Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat den Auftrag, die Umweltsituation in Deutschland sowie umweltrelevante politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aktivitäten wissenschaftlich zu begutachten sowie Fehlentwicklungen zu benennen und Möglichkeiten zu deren Vermeidung oder Beseitigung aufzuzeigen. Seine Handlungsempfehlungen richten sich nicht nur an die Bundesregierung, sondern auch an Länder, Kommunen, Wirtschaft und an die Öffentlichkeit. Der SRU erstellt in regelmäßigen Abständen, mindestens alle zwei Jahre, Gutachten, Stellungnahmen und sonstige schriftliche Äußerungen. In Sondergutachten werden spezielle Umweltprobleme umfassend untersucht. So wurde zuletzt im Juni 2019 das Sondergutachten "Demokratisch regieren in ökologischen Grenzen – Zur Legitimation von Umweltpolitik" veröffentlicht. In Stellungnahmen, Offenen Briefen und Impulspapieren äußert sich der Rat zu aktuellen Fragen der Umweltpolitik, zuletzt mit der Stellungnahme "Wasserstoff im Klimaschutz", dem Offenen Brief "Offener Brief zur EU-Plastikabgabe" und den beiden Impulspapieren "Klimaschutz braucht Rückenwind: Für einen konsequenten Ausbau der Windenergie an Land" und "Was jetzt zu tun ist: Empfehlungen für eine ökologische Transformation" (zu den Koalititionsverhandlungen 2021). 

Mitglieder des Rates sind sieben Professorinnen und Professoren mit besonderer Umweltforschungsexpertise, die unterschiedliche Fachdisziplinen vertreten. Sie werden vom Bundeskabinett für jeweils vier Jahre ernannt. Die aktuelle Ratsperiode begann am 1. Juli 2020.

Mitgliederübersicht

(Stand: Juli 2021)

Gesamtdavon Frauen durch den Bund zu bestimmendavon Frauen
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