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FAQ

Warum werden Plastiktüten ab 2022 verboten?

Einweg-Plastiktüten sind ein klassisches Wegwerfprodukt. 20 Minuten - länger wird so eine Tüte in der Regel nicht genutzt. Das ist Ressourcenverschwendung. Die Tüten werden oft unachtsam weggeworfen. Landen sie in der Umwelt und nicht in der gelben Tonne, überstehen sie dort viele Jahrzehnte. Im schlimmsten Fall richten sie bei Vögeln oder Meerestieren schwere Schäden an. Als Mikroplastik in der Nahrungskette kommen sie wieder beim Menschen an.

Zwar verschwindet die Plastiktüte mehr und mehr aus unserem Alltag. Dennoch werden noch immer Unmengen an Tüten verbraucht: Im Jahr 2019 waren 1,49 Milliarden leichter Plastiktüten in Deutschland im Umlauf. Um deren Verbrauch endgültig auf null zu bringen, verbietet Deutschland das Inverkehrbringen leichter Plastiktüten ab dem 1. Januar 2022 komplett. 

Ab 2022 dürfen leichte Plastiktüten mit Wandstärken bis zu 50 Mikrometern nicht mehr in Umlauf kommen. Sehr leichte Plastiktüten, so genannte "Hemdchenbeutel" von weniger als 15 Mikrometern, werden nicht verboten. Diese Beutel sorgen für einen hygienischen Umgang mit offenen und leicht verderblichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Fleisch- oder Wurstwaren. Für diesen Zweck gibt es bislang keine gute Alternative. Daher kämen infolge eines Verbots womöglich mehr (Vor-)Verpackungen auf den Markt, was zu einer Zunahme des Verpackungsmülls führen würde. Viele Handelsketten verzichten schon heute auf Verpackungen für lose Produkte, wo es möglich ist. Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke von 50 und mehr Mikrometern wiederum sind vergleichsweise stabil und werden daher typischerweise als abfallvermeidende Mehrwegtaschen verwendet.

Enthalten in Fragen und Antworten zu

Weniger Verpackungsmüll