Schutz der Umwelt vor den Auswirkungen des Einsatzes von Rodentiziden: Anpassung der Bewertungsgrundlagen

Stoffliche Risiken

Projektlaufzeit
12.2015 - 03.2018

Forschungskennzahl
3715 67 405

Der vorliegende Bericht wurde im Rahmen des UBA (Umweltbundesamt) Forschungsprojektes "Schutz der Umwelt vor den Auswirkungen des Einsatzes von Rodentiziden: Anpassung der Bewertungsgrundlagen" erarbeitet. Das bisher bestehende Emissionsszenariodokument (ESD) für Rodentizide (PT 14, publiziert 2003) wurde mit dem Ziel überarbeitet, anwendungsbezogene und realitätsnahe Szenarien für die Umweltrisikoabschätzung von Rodentiziden bereit zu stellen.

Die Szenarien des ursprünglichen ESD (Elektrostatische Entladungen) für PT 14 wurden, falls notwendig, überarbeitet. Dies beinhaltete die Entwicklung neuer Szenarien und Unterszenarien und die Anpassung von Standardwerten für Emissionsberechnungen. Die Revision basiert auf:

  • den Umweltrisikoabschätzungen in Zulassungsberichten für rodentizide Aktivsubstanzen und Produkte sowie in Stellungnahmen des Komitees für Biozidprodukte,
  • Diskussionen, die auf Sitzungen des fachlichen Gremiums, zwischen den bewertenden Mitgliedsstaaten, auf Arbeitsgruppentreffen, im Komitee für Biozidprodukte oder in der ad-hoc Arbeitsgruppe für Umweltexposition stattgefunden haben,
  • Fragebögen, die an die bewertenden Mitgliedsstaaten, an Teilnehmer der Arbeitsgruppe für Risikominderungsmaßnahmen für Antikoagulanzien, öffentliche Behörden und private Sachverständige, professionelle Schädlingsbekämpfer, Verbände für Schädlingsbekämpfer, Auditoren und die Industrie versandt wurden und,
  • neuester, wissenschaftlicher Literatur zur Anwendung von Nagetierbekämpfungsmitteln und ihrem Einfluss auf Nicht-Zielorganismen.

Da in Böden eingetragene Rodentizide vertikal transportiert werden können und so möglicherweise in das Grundwasser gelangen, wurde ein Vorschlag zur Berechnung von Grundwasserkonzentrationen entwickelt.

Die im ursprünglichen ESD für PT 14 und seinem Anhang enthaltenen Kapitel zur Abschätzung von Primär- und Sekundärvergiftungen wurde überarbeitet. Es wurde ein generischer Ansatz zur Festlegung von spezifischen Leitspezies als Nicht-Zielorganismen verfolgt. Ferner wurde die Ableitung einer zu erwartenden oralen Grenzkonzentration ohne Effekte für die akute Vergiftungssituation vorgeschlagen. Die Methode zur Abschätzung von Primärvergiftungen für Rodentizide wurde der Methode aus der Pflanzenschutzmittelzulassung angeglichen. 

https://www.bmuv.de/FB2272

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