Optimierung der Steuerung und Kontrolle grenzüberschreitender Stoffströme von Elektroaltgeräten/Elektroschrott

Ressourceneffizienz, Ressourcenschonung, Abfallwirtschaft

Projektlaufzeit
01.2008 - 12.2010

Forschungskennzahl
3708 93 300

Der Bericht beschreibt Ansätze, Maßnahmen und Regelungsstrukturen zum Export von gebrauchten Elektro(nik)geräten und Elektro(nik)altgeräten in Nicht-EU-Staaten mit dem Ziel, den Schutz der Umwelt und der Ressourcen zu optimieren. Der Schwerpunkt wird dabei auf Exporte über den Hamburger Hafen gelegt. Der Export der untersuchten Gerätearten in Nicht-EU-Staaten erfolgt ausschließlich als Gebrauchtgeräte. Notifizierte Abfallexporte solcher Geräte sind nicht bekannt.

Die deutsche Außenhandelsstatistik erfasst einen Teil der tatsächlichen Exporte und differenziert nicht zwischen Gebraucht- und Neuwaren. Die im Rahmen der Untersuchung hochgerechnete Gesamtmenge der Exporte lag 2008 zwischen 93.000 und 216.000 Tonnen. Der spezifische Wert der Exporte (Euro pro Kilogramm) liegt signifikant unter dem Wert der Exporte in EU-Staaten. Die Geräte stammen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen (insgesamt größer als 4.000), teilweise von privaten Endnutzern, teilweise aus gewerblichen Quellen und teilweise aus dem Abfallregime. Private Sammel- und Umschlagplätze stellen einen der wichtigsten Drehpunkte für den Export von geringwertigen Geräten dar. In den Empfängerstaaten treffen die Geräte auf Entsorgungsstrukturen, die nicht geeignet sind, den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt sowie die weitgehende Wiedergewinnung von Ressourcen sicherzustellen. Hierdurch gehen mehrere hundert Kilo Edelmetalle bzw. Seltene Erden dem Wirtschaftskreislauf verloren. Die erarbeiteten Maßnahmen zur Optimierung der Stoffströme decken kurzfristige Bereiche (Novellierung der WEEE-Richtlinie, Exportkontrollen, Information der Öffentlichkeit, Verpflichtung von Herstellern und Re-Marketing-Firmen, Rücklogistik) ebenso ab, wie mittelfristige Maßnahmen (Änderung der Außenhandelsstatistiken, Verbesserung der Situation in den Empfängerstaaten).

https://www.bmuv.de/FB48

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